Enthüllung einer Gedenktafel vor dem Bahnhof in Lichtenfels zum Gedenken an die Deportation der Jüdinnen und Juden aus Lichtenfels und Seubelsdorf
im Jahr 1942
Die Stadt Lichtenfels hat auf eine Initiative der OMAS GEGEN RECHTS Lichtenfels und des Bündnisses „Lichtenfels ist bunt“ vor dem Bahnhof Lichtenfels eine Gedenktafel zum Gedenken an die Deportation der Jüdinnen und Juden aus Lichtenfels und Seubelsdorf im Jahr 1942 erstellt.
Die Gedenktafel wurde unter der Federführung von Studiendirektor a.D. Manfred Brösamle-Lambrecht in Kooperation mit der Stadtarchivarin Christine Wittenbauer und Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold erarbeitet.
Die Enthüllung der Gedenktafel findet am Freitag, 24. April 2026 um 10:00 Uhr vor dem Bahnhof Lichtenfels statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Dabei gibt es auch die Möglichkeit, das kürzlich erschienenen Buch „Deportationszug 49“ von Manfred Brösamle-Lambrecht zu erwerben, in dem er eindrucksvoll das Schicksal der Jüdinnen und Juden am Obermain beleuchtet, die mit dem Deportationszug Da 49 in den Tod geschickt wurden.
Kammerkonzert am Sonntag, 26. April 2026 in der ehemaligen Synagoge
Darüber hinaus findet am Sonntag, 26. April 2026 um 17:00 Uhr in der ehemaligen Synagoge Lichtenfels ein Konzert zum Gedenken an die Deportation der Lichtenfelser Jüdinnen und Juden im Jahr 1942 statt.
Unter dem Titel „Az me ligt oif der erd, ken men nit fallen“ (Wenn du auf der Erde liegst, kann man nicht fallen) setzt das Programm ein Zeichen des Erinnerns und Innehaltens.
Das Streichtrio ist mit Juliane Saad (Violine), Zhou Lu (Viola) und Lorraine Buzea (Violoncello), Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Landestheater Coburg, besetzt.
Auf dem Programm steht das Trio op. 48 von Mieczyslaw Weinberg, die „Jüdischen Sprichwörter“ für Streichtrio von Daniel Nelson sowie das Trio für Violine, Viola und Violoncello von Gideon Klein. Zwei der drei Komponisten waren jüdischer Herkunft, alle drei Werke stehen in einem unmittelbaren oder biografischen Zusammenhang mit der Verfolgung und Ermordung europäischer Jüdinnen und Juden. Auch Nelson, selbst kein Jude, setzt sich in seinem Werk bewusst mit jüdischer Kultur und Erinnerung auseinander.
Die Moderation des Konzerts übernimmt Gaby Schuller, die sich seit vielen Jahren für die Erinnerung an das Schicksal der Coburger Jüdinnen und Juden engagiert.
Ergänzt wird das Konzert mit Texten aus dem kürzlich erschienenen Buch „Deportationszug 49“ von Manfred Brösamle-Lambrecht, in dem er eindrucksvoll das Schicksal der Jüdinnen und Juden am Obermain beleuchtet, die mit dem Deportationszug Da 49 in den Tod geschickt wurden.Das Buch kann im Anschluss an das Konzert erworben werden.
Eintrittskarten für das Konzert sind ab sofort online unter www.tickettune.com/lichtenfels sowie in der Tourist-Information Lichtenfels, Bamberger Str. 3a, für 12,- € erhältlich.


